Mittwoch, 25. Februar 2026, in der Mediathek der Stadt Wehr, Waldstraße 8, 79664 Wehr. Beginn um 19.30 Uhr.

In ihrem zweiten Roman „Mein innerer Schwarzwald“ lässt Sigrid Katharina Eismann das dramatische Schicksal wiederaufleben, das 27 Hotzenfamilien aus dem Südschwarzwald im Jahr 1755 mit ihrer Deportation in das Banat im heutigen Rumänien ereilte. Die Freibauern lehnten sich gegen die Unterdrückung durch Kirche und die Krone auf. Inspiriert vom Salpeter-Hans, einem Salpetersieder und Kopf der Bewegung, wurde „Salpetern“ zum Synonym für Widerstand gegen Machtmissbrauch im Hotzenwald.
In ihrer unnachahmlichen Art verwebt Eismann, selbst eine Nachfahrin der „unruhigen Salpeterer“, die historischen Ereignisse mit jüngst vergangenen und gegenwärtigen Episoden. Auch in der Biografie der Ich-Erzählerin, die das heutige Temeswar / Timisoara im Wandel erkundet, finden sich Parallelen zur Hotzengeschichte.

Sigrid Katharina Eismann, geb. 1964 in Timisoara / Temeswar (Rumänien) ist Autorin, Künstlerin und Übersetzerin. Mit ihrer Familie emigrierte sie 1981 nach Westdeutschland. Sigrid Katharina Eismann lebt in der Rhein-Main-Region und ist dort in der Kulturszene vielfältig aktiv. Im danube books Verlag (Ulm) veröffentlichte sie bereits den Roman „Das Paprikaraumschiff“ (2020) und den Lyrikband „Dschangakinder“ (2022).

Eingeleitet wird die Lesung durch Hubert Matt-Willmatt, der einen kurzen historischen Abriss zur Geschichte der (verbannten) Salpeterer gibt.

Vorverkauf der Tickets: Mediathek, Buchhandlung Volk, Tourist-Info Wehr.
Eintritt: 12 Euro.