Europäisch denken und arbeiten bedeutet kulturelle Vielfalt zu pflegen über nationale Grenzen hinweg.
Textwanderung und Geschichte(n): die Frankfurter Straße. Samstag, 13 Juni 2026, mit der Autorin Sigrid Katharina Eismann und Museumsleiter Dr. Jürgen Eichenauer. Treffpunkt: 14 Uhr, Museumseingang Haus der Stadtgeschichte, Herrnstraße 61, 63065 Offenbach am Main.
Die Frankfurter Straße in Offenbach am Main ist eine der alten Hauptstraßen der Stadt. Dieser literarisch-geschichtliche Stadtspaziergang widmet sich dem bereits 1702 als „Frankfurter Gaß“ angelegte Weg. Zuvor handelte es sich um einen holprigen Pfad, der im Mittelalter erstmals erwähnt wurde. Im 18. Jahrhundert entwickelte sich die Frankfurter Straße zur prächtigen, barocken Einfahrtstraße nach Offenbach, von der nahegelegenen Reichsstadt Frankfurt ankommend, danach zur Geschäfts- und Villenstraße. Museumsleiter Dr. Jürgen Eichenauer erläutert die Geschichte dieser besonderen Offenbacher Straße. Eine Reihe bedeutender Ereignisse sind mit dieser Straße verknüpft, etwa der illegale Druck des politischen Flugblattes „Der hessische Landbote“ (1834) von Georg Büchner. Passend zum Thema liest Sigrid Katharina Eismann eine Passage aus ihrem Roman „Mein innerer Schwarzwald“ über die Deportation der rebellierenden Freibauern aus dem Südschwarzwald. Die Salpeterer lehnten sich gegen Kirche und die Krone auf. Salpetern wurde zum Synonym für Widerstand im Südschwarzwald.
Die erste elektrische Straßenbahn Deutschlands ratterte durch die Frankfurter Straße (1884). Die „Frühaufsteherin“, die ehemalige „Knochemiel“ kommt zu Wort.
Besucht werden die 1770 gegründete Löwenapotheke und die 1835 gegründete Steinmetzsche Buchhandlung, die im Herbst 2025 nach einem Brandschaden wieder eröffnet wurde, jeweils mit Inhaberführung.
