Seit 30. März 2020 regiert Ungarns Regierung per Dekret. Wer „Falschnachrichten“ über das Coronavirus oder die Regierung verbreitet, kann mit einer Gefängnisstrafe von bis zu fünf Jahren Haft verurteilt werden. Rechtfertigt eine Gefahr wie die Corona-Pandemie diese Ermächtigung? Wo leisten die ungarischen Bürger Widerstand gegen dieses Vorgehen? Und wie gehen regierungskritische Journalisten im Alltag damit um?
Darüber sprach Daniela Neubacher vom Wiener Institut für den Donauraum und Mitteleuropa (IDM) mit dem Journalisten Stephan Ozsváth. Der Sohn eines Ungarn ist seit über 25 Jahren als Radiojournalist aktiv, berichtete jahrelang als ARD-Korrespondent aus Südosteuropa und ist derzeit als freier Journalist in Wien und Berlin tätig. 2017 erschien Ozsváths Buch „Puszta-Populismus – Viktor Orbán, ein europäischer Störfall?” im danube books Verlag. Spätestens mit dieser ausführlichen Kritik sicherte er sich einen Spitzenplatz auf der schwarzen Liste „liberaler“ Meinungsmacher in Ungarn. Daniela Neubacher (IDM) spricht mit Ozsváth über seine persönlichen Eindrücke von den Entwicklungen in Ungarn und fragt, was es braucht, um unabhängige Berichterstattung in Ungarn zu fördern.
Das aufgezeichnete Gespräch bei youtube: https://youtu.be/8yO0CS31T5A

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