Vorschau 2020: alle Novitäten von danube books auf einen Blick

Endlich da: die Vorschau 2020 mit allen Novitäten von danube books auf einem Blick.

Zum Blättern:

https://issuu.com/danubebooksverlag/docs/vorschau2020_einzel

Hinweis für den Buchhandel: Alle aufgeführten Novitäten sind bereits bestellbar über die Barsortimente von KNV Zeitfracht, Umbreit und Libri oder über unsere Verlagsauslieferungen RungeVA (Deutschland) und BUBO (Österreich/ab 1.1.2020).

Zeitgenössische Lyrik aus Rumänien: zweisprachige Lesung aus der Anthologie „Die Spitzen-Elf“

Sonntag, 27. Oktober 2019 – Galerie InterArt im Bohnenviertel,
Rosenstraße 37, 70182 Stuttgart. Beginn um 15.30 Uhr, Eintritt frei.

Eine zweisprachige Lesung aus dem Band „Die Spitzen-Elf / Primul unsprezece“ stellt zeitgenössische Lyrik aus Rumänien vor. Die Spitzen-Elf hat der rumänische Autor, Literaturwissenschaftler und Schloss Solitude-Stipendiat Bogdan Coşa zusammengestellt. Sie besteht aus elf vornehmlich jüngeren Autorinnen und Autoren: Ionuț Chiva, Ruxandra Novac, Dan Sociu, Gabi Eftimie, Andrei Dósa, Cosmina Moroșan, Vlad Moldovan, Elena Vlădăreanu, Vasile Leac, Andrei Doboș, Alex Văsieș. Ins Deutsche übertragen wurden die Gedichte von Daria Schnut-Hainz (Wien). Das Titelmotiv für diese Anthologie stammt von dem rumänischen Künstler Bogdan Piperiu, der in Tuttlingen lebt.

Musikalisch begleitet wird die Lesung von dem talentierten Pianisten Ioan Scheffel aus Stuttgart. Die rumänischen Original-Texte wird die Schauspielerin Dorina Harangus rezitieren, die deutsche Übersetzung liest der danube books-Verleger Thomas Zehender (Ulm).

Die Veranstaltung wird gemeinsam organisiert vom danube books Verlag (Ulm) und EU Reflect – Verein für interkulturellen Dialog e.V. (Stuttgart) sowie der Galerie InterArt im Stuttgarter Bohnenviertel, Rosenstraße 37, die ihre großzügigen Räume dafür zur Verfügung stellt.

Beginn ist um 15.30 Uhr bei freiem Eintritt. Anfahrt ab Stuttgart Hbf mit der Stadtbahn bis Haltestelle Olga-Eck oder Charlottenplatz.

Weitere Informationen zum Buch >>>

Rundfunk-Interview: danube books-Verleger Thomas Zehender bei SWR2 „Kultur und Lebensart“

Faszination Donau, junge Lyrik aus Rumänien, Frauengeschichten aus den Donaustädten und Crowdfunding für das bislang größte Buchprojekt: Eine Fülle an Themen in nur gut sechs Minuten! Darüber sprach der Journalist Jörg Armbrüster mit dem danube books-Verleger Thomas Zehender in der Hörfunk-Sendung „Kultur und Lebensart“ von SWR2 am Samstag, 7. September.

Zum Anhören als mp3-Datei:

Für SWR4 Baden-Württemberg aktuell führte Doris Riedmüller im Studio Ulm ein weiteres Gespräch mit dem danube books-Verleger Thomas Zehender.

Zum Nachhören: https://www.swrfernsehen.de/landesschau-bw/Zehender,zehender-ulm-donau-100.html

 

Statement von Nick Thorpe zur deutschsprachigen Ausgabe seines Sachbuchs bei danube books

Bei danube books soll im kommenden Frühjahr die deutsche Ausgabe des Sachbuchs The road before me weeps. On the refugee route through Europe erscheinen. Zur Finanzierung der Übersetzungskosten hat danube books eine Crowdfunding-Kampagne bei Startnext gestartet. Mit einem persönlichen statement meldet sich der Autor Nick Thorpe zu Wort.

„Mein Name ist Nick Thorpe, ich bin Autor, Filmemacher und Mitteleuropa-Korrespondent für die BBC. Mit meiner Familie lebe ich seit 1986 in Budapest.

Als die Flüchtlingskrise im Februar 2015 begonnen hatte, verbrachte ich als Journalist immer mehr Zeit an der Grenze zwischen Ungarn und Serbien. Mehrere hundert Menschen, damals meistens aus dem Kosovo, wanderten täglich über die Wiesen, zuerst nach Ungarn, dann später über Österreich nach Deutschland, auf der Suche nach einem besseren Leben. In den folgenden Wochen und Monaten kamen immer mehr Flüchtlinge aus Kriegsgebieten wie Syrien, Irak und Afghanistan, aber auch aus afrikanischen Ländern, in denen kaum oder gar kein Krieg herrscht, wo es jedoch existenzielle Probleme gibt. Sind diese Menschen Einwanderer, Auswanderer oder nur auf der Durchreise? Sicher ist: Es sind alle verzweifelte Menschen mit grundlegenden Bedürfnissen.

Immer mehr Zeit verbrachte ich in den Grenzgebieten, nicht nur zwischen Ungarn und Serbien, sondern auch zwischen Bulgarien und der Türkei, zwischen Bulgarien und Serbien, Griechenland und Mazedonien, Kroatien und Slowenien, Slowenien und Österreich.
Immer stellte ich diesselben Fragen: Wer sind Sie? Warum Sind Sie gekommen? Warum jetzt und nicht letzte oder nächste Woche? Wie lange wollen Sie bleiben? Und können Sie sich vorstellen, dass Sie noch einmal in ihre Heimat zurückkehren wollen?
Ich sprach überall mit den Einheimischen, in Transitländern wie in Zielländern, ebenso mit Polizisten, ehrenamtlichen Helfern und auch mit Schleppern.

Mein Wohnort in Ungarn gab mir eine besondere Perspektive als Korrespondent für Mitteleuropa. Ministerpräsident Orbán stellte sich stets als der Politiker dar, der glaubt, Europa sei von Flüchtlingen überschwemmt worden und in der Opferrolle. Aber meinte er das ernsthaft? Oder sollte das nur ein zynisches Spiel sein, um die Wahl zu gewinnen? Ich kenne Viktor Orbán persönlich seit 1988. Es gab einmal eine Art Freundschaft. Das ist schon lange vorbei. Wegen seines Grenzzauns sind kleine Kinder ums Leben gekommen im Sumpfland in Horgos in Serbien.

Vier Jahre lang reiste ich von Grenze zu Grenze, von Flüchtlingslager zu Flüchtlingslager, auf dem Suche nach Antworten. Teilweise war es Detektivarbeit, als immer weniger Menschen auf der Balkanroute unterwegs waren. Was ist mit den 17 Yazidis von Sinjar, die bei einem Auto-Unfall in Ungarn schwer verletzt worden war? Wie sind sie weiter nach Regensburg oder Gotha gekommen? Was ist mit Hanin, die ich an Röszke zum ersten Mal getroffen habe, dann später am Ostbahnhof in Budapest? Was ist mit Omar aus Mosul, und Magda, aus Ansbach? Mit Tariq in Spanien, mit Erik in Paris, mit Issa und Fatouma in Süd-Frankreich?

In diesen vier Jahren gab es auch mehrere terroristische Angriffe in Europa. Bestand ein Zusammenhang mit Einwanderung, wie manche Politiker behaupten, oder nicht? Wir sollen über alles reden: Über Silvester in Köln, über Krieg in Syrien, über Armut in Afrika. Nur auf der Grundlage geprüfter Information und Fakten können unsere Gesellschaften gute Entscheidungen treffen. Ich biete mein Buch als Beitrag zu dieser Debatte an.

Am Ende meines Buches fahre ich nach Deutschland, Frankreich, und die Schweiz. Dort treffe ich mich wieder mit Flüchtlingen, die ich früher auf der Balkanroute kennengelernt habe. Wie geht es ihnen? Und was denken die Deutschen, Franzosen und Schweizer über die Fremden? Was heißt für sie Überfremdung?

Jetzt hoffe ich, dass mein Buch The road before me weeps. On the refugee route through Europe auch viele deutschsprachige Leserinnen und Leser finden wird. Es erscheint 2020 im danube books Verlag in Ulm an der Donau, übersetzt von Carsten Schmidt.“

Zum Crowdfunding bitte klicken >>>

Cultural networking oder spontanes Sommer-Meeting in München

Von der Donau an die Isar sind es weniger als eineinhalb Stunden mit der Bahn – sofern sie fährt. Grund genug zu einem spontanen Sommer-Meeting im Stadtteil Haidhausen mit Gaby dos Santos, Gründerin der Kulturplattform jourfixe-muenchen e.V., und der danube books-Autorin Behar Heinemann. Gemeinsam haben wir mögliche Kooperationen und Syneergie-Effekte ausgelotet.

Unser spontanes Sommer-Meeting hat Gaby dos Santos in ihrem nachfolgenden Beitrag zusammengefasst:

https://www.jourfixe-muenchen-ev.com/sommer-meeting-mit-behar-heinemann-kuenstlerin-und-menschenrechtlerin-sowie-thomas-m-zehender-verleger-danube-books/

(von links nach rechts: Behar Heinemann, Thomas Zehender, Gaby dos Santos)

Kristiane Kondrats Roman „Abstufung dreier Nuancen von Grau“ in der Literaturkritik

Unsere Frühjahrs-Novität – der neu herausgebene Roman „Abstufung dreier Nuancen von Grau“ von Kristiane Kondrat – hat bereits einige positive Rezensionen erhalten.

„Es ist klar: Hier schreibt eine Autorin, die die Erfahrung, wie es ist, in einer Diktatur zu leben, ganz tief in sich trägt. Die weiß, wie schwierig es ist, in den Zeiten der Finsternis selbst den engsten Mitmenschen zu vertrauen.“
>> Rezension von Birgit Böllinger, Sätze & Schätze.

„Trebuie consemnat faptul că romanul este surprinzător de bine scris şi că aduce o serie de informaţii interesante pentru generaţiile următoare cu privire la modul brutal în care acţionau cei de la securitate, fiind, prin urmare, şi un document de epocă, alături de cărţile Hertei Müller.“ (Es sei Es sei darauf hingewiesen, dass der Roman überraschend gut geschrieben ist und eine Reihe von Informationen vermittelt, die interessant sind  für die Generationen nach der brutalen Ära der securitate; daher auch ein Dokument dieser Epoche neben den Büchern von Herta Müller).
>> Rezension von Mircea Pop, Vatra veche, Rumänien.

„Die Grautöne werden nicht nur in der Handlung, sondern auch sprachlich eingefangen. Strahlendes Weiss steht immer wieder im Kontrast zu der düsteren Realität des Buches. Damit die feinen Kontraste und Zwischentöne nicht zu einem Mischmasch werden, arbeitet Kristiane Kondrat mit äusserst präziser Sprache, die das eine Grau vom anderen Grau abzuheben weiss. Ihr Roman überzeugt somit auch nicht auf Handlungsebene, sondern als atmosphärisch-sprachliches Gesamtwerk, welches einem beim Lesen in konstanter Unruhe lässt und die beklemmende Situation der Verfolgung und Flucht in seinem ganzen Ausmass einfängt.“
>> Rezension von Nick Lüthi, BookGazette, Schweiz.

„Das Buch trägt autobiographische Züge, doch der Text, der von Isolation, Verwirrung und Verlusten erzählt, ist nicht nur die Beschreibung eines Einzelschicksals zu einer bestimmten Zeit. Der Roman ist zeitlos und ohne Bindung an Orte.  Er erzählt vom existenziellen Verlust der Heimat, in der alles zurückgelassen wird, außer der eigenen Ohnmacht.“
>> Rezension von Petra Lohrmann, Gute Literatur – meine Empfehlung.

„Das Buch ist eine andauernde Reflexion über das Leben und eine Vision, wie dieses Leben sein könnte, vermischt mit der Erinnerung an früher.“
>> Rezension von Kathrin Kilzer, Banater Post.

„Kondrats Dreierlei Grau – eine Wiederentdeckung zum Hineinsinken.“
>> Rezension von Carsten Schmidt, Feuilletonscout – Kulturmagazin für Entdecker

 

Ausstellung ROMAKUNST von Behar Heinemann in Ulm

Behar Heinemann, Romni aus dem Kosovo, ist ein Multitalent und vielfältig engagiert: Künstlerin, Menschenrechts-Aktivistin, Vorstandsmitglied der Hildegard Lagrenne-Stiftung, Mitglied bei der Kulturplattform jourfixe-muenchen e.V. und Autorin der ersten umfassenden Dokumentation über die Bürger- und Menschenrechtsarbeit deutscher Sinti und Roma (erschienen im danube books Verlag). Bis einschließlich 25. Juli zeigt sie in der Ausstellung ROMAKUNST im Haus der Begegnung in Ulm einen Querschnitt durch ihr künstlerisches Schaffen.

Wer Behar Heinemann persönlich erleben und kennenlernen möchte, hat dazu am Montag, 8. Juli, Gelegenheit während des Studientags „20 Jahre Sinti/Roma & Kirchen Baden-Württemberg“. Gegen 16 Uhr wird Behar Heinemann persönlich in die Ausstellung ROMAKUNST einführen. Der Eintritt ist frei!

Informationen zum Buch „Romani Rose. Ein Leben für die Menschenrechte“ von Behar Heinemann

Programm des Studientags „20 Jahre Sinti/Roma & Kirchen Baden-Württemberg“

 

Lieferstopp gegenüber KNV aufgehoben

Mit Wirkung zum 30. April 2019 haben wir den Lieferstopp gegenüber dem Barsortimenter KNV aufgehoben. Ab sofort können alle Bücher unseres Verlags wieder über die Barsortimente von KNV, Libri und Umbreit bezogen werden oder direkt von unserer Verlagsauslieferung, der RungeVA.

Das Buch zur Oper: „Die Weiden“ als Vorlage für Uraufführung der Wiener Staatsoper

Was haben danube books und die Wiener Staatsoper gemeinsam? Beide haben Algernon Blackwoods fantastische Erzählung „Die Weiden“ wieder entdeckt. Bei danube books ist sie Anfang Oktober neu erschienen. Der Wiener Staatsoper diente „Die Weiden“ als Inspiration für eine Opern-Uraufführung, der ersten nach acht (!) Jahren. Gemeinsam mit dem Lyriker Durs Grünbein, der das Libretto schrieb, komponierte Johannes Maria Staud die Oper, die einen sehr aktuellen Bezug zu den rechtspopulistischen Tendenzen in Europa herstellt.

Auf die Frage, ob man sich „Die Weiden“ anschauen solle, antwortete Stefan Ender im DER STANDARD (*) (7.12.2018):

„Das sollte man auf jeden Fall! Wenn die museale Gattung der Oper mal wieder ein kräftiges Lebenszeichen von sich gibt und man ein neues Werk erleben kann, das zudem noch von brennender Aktualität ist, dann sollte man sich Die Weiden doch zu Gemüte führen. Puccinis Tosca und La Bohème kann man sich immer geben, aber eine Oper über aktuelle Problemfelder dieses Kontinents und dieses Landes, die gibt’s nicht alle Abende zu sehen.“

Links:

Fotos von der Uraufführung auf der Website der Wiener Staatsoper

Bericht von Stefan Ender im STANDARD

Meet & greet mit Stephan Ozsváth bei der BUCH WIEN

Donnerstag, 8. November 2018 – 12.30 bis 13.30 Uhr
Messe Wien, Halle D, Stand B04 (danube books)

Lernen Sie Stephan Ozsváth, den Autor unseres top-aktuellen Sachbuchs „Puszta-Populismus. Viktor Orbán – ein europäischer Störfall?“ persönlich kennen am Stand von danube books: Der Ungarn-Kenner und ehemalige ARD-Korrespondent für Südosteuropa kommt am Donnerstag, 8. November 2018, um 12.30 Uhr für ca. eine Stunde zu einem meet & greet. Der Stand von danube books hat die Nummer B04 und befindet sich gleich neben dem großen 3sat-Stand. Autor und Verlag freuen sich auf zahlreiche Besucher und anregende Gespräche.

Ort: Messe Wien, Halle D, Stand B04.
Anfahrt: U2-Station Krieau.  Hallenplan (PDF)

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